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(Stand: 22.12.2007)

Rockstah [D. Hip-Hop]

NDG [D. Hip-Hop]

Alligatoah [D. Hip-Hop]

Demilich [Death Metal]

Skitsystem [Crust]

 Meine generelle, persönliche Unterstützung, was das Format angeht hat:

jamendo.com

 

22.12.07 19:38


Meine Wervorstellungen

Es gibt 2 immens wichtige Werte, nach denen ich Musik beurteile und nur, wenn sie eine diese Werte wenigstens ein wenig in Anspruch nimmt. Diese 2 Werte sind:

Seele & Atmosphäre 

Es ist schwierig zu erklären, was Seele im Bezug auf Musik ist. Ich versuche es daher zu erklären: Musik hat dann Seele, wenn sie einen emotional enorm berührt, weil man einfach merkt das der jeweilige Künstler voll dahintersteht. Das heisst nicht, das "Dahinterstehen" allein bereits Seele verleiht. Es ist eine gewisse ungebundene, freie und emotionale Art mit Musik umzugehen die dieses Prädikat verleihen kann. Bestes Beispiel für viel musikalische Seele ist meines Erachtens immernoch: Tom Waits!

Atmosphäre hingegen ist die Eigenschaft einen sehr gezielt in eine bestimmte Stimmung zu versetzen. Wenn man ambiente Sachen hört, die klingen wie tiefster Winter und man regelrecht den kalten Wind auf der Haut spüren kann, dann ist das eine sehr gut konstruierte Atmosphäre und soetwas liebe ich persönlich. 

10.12.07 23:36


10.12.07 23:55


Ich liebe!

Ich habe eine neue große Liebe. Nein, es handelt sich nicht um irgendeine Frau, die verschmähen mich wie schon immer. Es ist, wie sollte es anders sein, eine Musikrichtung. Früher hätte ich sie vermutlich links liegen lassen, gemeint sie wäre langweilig, doch nun bin ich darauf aufmerksam geworden und erfreue mich an dieser neuen Art Klangwelt. Es handelt sich um Post-Rock.

Post-Rock zu beschreiben erscheint so schwierig, wie es einfach erscheinen kann. Man nehme an, man packe bedeutende Anteile Atmosphäre und Verspieltheit in einen Topf, krümle noch eine Essenz aus Emotion mit hinein, vergesse dabei aber das Vokale zum Teil völlig und koche es mit etwas Überlänge etwas auf. Das mag jetzt einfach erscheinen als Erklärung, aber das Genre begrenzt sich nicht. Es kann vokales eingebunden werden (wie bspw. bei Sigur Rós kongenialem Album "Ágætis byrjun" wo es einen bedeutenden Teil der Atmosphäre selbst ausmacht [ Youtube-Link ] ). Es kann aber auch von typischem sich ein wenig entfernt werden und symphonische Elemente eingebaut werden. In jedem Fall aber ist es ein Genre, das seine Zuwendung benötigt um verstanden zu werden...

29.10.07 22:53


NSBM - Gefahr oder Paranoia?

Black Metal ist extrem. Extrem in jeder Hinsicht. Da ist es nicht verwunderlich, das bald ein Thema aufkam mit dem man in Deutschland bereits seit über 50 Jahren ein Problem hat. Denn wohl kaum ein Staatsystem war so extremistisch wie das 3. Reich. Da war es nur logisch, das sich einige Querköpfe dieser Sache annahmen und sie auch in den Black Metal einbrachten. Ausserhalb Deutschlands mag das kein wirkliches Problem sein, doch innerhalb wird stark und kontrovers darüber diskutiert und das nun schon seit einer ganzen Weile.

Ich persönlich bin allerdings der Meinung, das das Problem weithin deutlich überschätzt wird. Liest man sich Artikel zu diesem Thema durch hat man teilweise das Gefühl, hinter jeder Ecke würde eine böse und vor allem rechte Gruppierung lauern, die einen mit ihren idiologischen Texten bekehren will. Liest man sich allerdings mehrere Artikel dieser Art durch bemerkt man schnell das immer die selben Gruppen herangezogen werden. In den Metal-Archives (Link) sind ganze 13.478 Bands verzeichnet die Black Metal oder eine Abart davon spielen (Stand 27.10.2007). Von diesen ganzen Bands sind schätzungsweise vielleicht 100 bis 200 Bands eindeutig als nationalsozialistisch einzustufen. Dies entspräche etwa 1,4 %, wenn man vom geschätzten Höchstwert ausgeht. Wie man sieht ist die Gefahr scheinbar doch nicht so immens wie immer getan wird.

Ich will hier nichts verharmlosen, aber die regelrechte Paranoia die wegen ein paar rechtsgerichteter Bands ausgebrochen ist, nimmt teilweise wunderliche Formen an. So wurde zum Party-San 2007 ein beachtliches Aufgebot an Security dafür verwendet eventuelle Patches, T-Shirts u.ä. nach ggf. rechtsgerichteten Bands zu überprüfen. Dies führte allerdings dazu, das Halbwissen zu Problemen führen konnte. Träger von Patches relativ bekannten Metal-Bands heidnischer Prägung wurden dazu genötigt es doch wenigstens irgendwie zu verdecken, bzw. bei T-Shirts es doch zu wechseln (zum Teil auch noch bei Bands die ein Jahr vorher beim P:O:A aufgetreten sind, was ich besonders bizarr finde), bei eher zweifelhaften bzw. konkret rechten Bands wurden aber häufig durchgelassen. Ich weiss nicht genau was genau da vorgefallen ist, aber die Unmengen an Foreneinträge auf der Party-San-Seite sprechen eine deutliche Sprache. Die Betreiber haben sich glücklicherweise entschuldigt und sich den Fehler eingestanden. Wie nächstes Jahr vorgegangen wird, bleibt abzuwarten.

Fakt ist, wir sind in Deutschland enorm kritisch was etwaige unmenschliche Ideologien angeht. Das ist durchaus richtig so, führt aber wiederrum zu einem anderen Problem: Die kategorische Nicht-Akzeptanz einer Minderheit (in dem Fall die Rechten) macht einen nicht viel anders als die Gruppierung gegen die diese Nicht-Akzeptanz gerichtet ist. Intoleranz gegen Intoleranz bleibt Intoleranz. 

Kommen wir aber nun auf den NSBM zurück. Ich finde ein generelles und weitgreifendes Vorgehen gegen solche Musik grundsätzlich falsch. Wenn man etwas dagegen tun möchte, sollte dies dahingehend geschehen, das sie nicht weiter unterstützt wird. Die Ablehnung von rassistischer oder antisemitischer Ideologie ist absolut in Ordnung und gar unterstützenswert. Der Kampf gegen denselben ist es in meinen Augen nicht.

Inwieweit die NSBM-Szene auf dem Vormarsch ist, ist schwierig abzuschätzen. Da Deutschland das einzige Land ist, welches sich offiziell über das Thema dermaßen den Kopf zerbricht, wird es vor Allem im Ausland gefördert. In anderen Ländern hat man kein Problem damit sich Musik dieser Art anzuhören, aber wir sind ja mal wieder stark vorbelastet. Diese Art Musik sollte nicht groß verankert werden und ich bin auch im übergeordneten Maße dagegen, das Musik Politik beinhaltet.

 

So bleibt abschließend zu sagen: "Gefahr oder Paranoia?" Nun... ein direkte Gefahr sehe ich noch nicht, also bleibt vorerst (!) mal die Paranoia, zumindest in Deutschland. Aber das darauf Aufmerksamkeit gelegt wird und das Thema überhaupt besprochen wird, finde ich gut.

 

 

28.10.07 02:48


DIe Kunst des Review-Schreibens

Als Musikinteressierter Mensch lese ich im Internet zweifelsohne viele Reviews von irgendwelchen musikalischen Tonträgern oder auch mal von diversen Filmen. Zu 75% werde ich allerdings enttäuscht. Es liegt nicht an der fehlenden Kreativität, dem schlechten Ausdruck oder der Benotung. Nein, das ist alles nicht Grund für meine Kritik der Kritik.

Vielmehr ist es das reine Herunterrasseln der eigenen Meinung. Die eigene Meinung sollte ein Teil des Reviews sein, nicht Hauptsinn. Ich persönlich lese ein Review um herauszufinden: "Würde ich das Album mögen?". Dabei helfen mir vor allem verallgemeinerte Aussagen à la "Das Album ist scheisse!" keineswegs weiter. Ausserdem kriege ich leichte Wutanfälle, wenn ich soetwas lesen muss. Es sollte heissen "Ich finde das Album scheisse"! Denn dadurch wird deutlicher ersichtlich, das es sich lediglich um die Meinung des Autors handelt. Es sollte zudem eine objektive (!) Beschreibung der Musik beiliegen, die einem zeigt, wie man sich die Musik vorzustellen hat und ob es wert wäre, den Tonträger zu erwerben. Das ist das Hauptproblem. Lediglich seine reine subjektive Meinung in ein Review zu portieren führt zu einem, für den Leser, schlichtweg wertlosen Urteil. Die Benotung ist demnach relativ egal, obwohl es mir öfters vorkommt, das es schlichtweg sehr selten mit Objektivität zugeht. Da werden gute Musiker wertetechnisch denunziert, bloss weil sie dem musikalischen Horizont des Autoren nicht "gerecht" werden. Und das ist schade und zeigt den tiefsitzenden Musikfaschismus...

Reviews schreiben ist nicht unbedingt leicht, ich kriege es schliesslich auch nie zufriedenstellend hin, doch sollten diese Punkte Beachtung finden...

 

Das wärs für jetzt... 

13.9.07 00:05


Regen

Menschen sind komisch. Gut, das ist nichts Neues, doch fällt es einem meist am ehesten bei Kleinigkeiten auf. Ich persönlich gebe zu: Ich liebe Regen! Regen ist Schönheit, Regen ist sinnlich, Regen ist entspannend... Regen ist LEBEN. Die Menschen verabscheuen den Regen, grundlos, sie schimpfen auf ihn als "Schlechtes Wetter", man hört die Leute sagen "Oh Mist, es regnet", aber Sie verstehen nicht die Schönheit einer Sache, die wir brauchen. Der Regen ist genauso wichtig wie die Sonne, doch weil er keine Wärme spendet, wird er verteufelt. Die Leute hassen Dinge die ihnen unangenehm sind, sie wagen es nicht die Schönheit zu sehen an Dingen, die ihnen Unbehagen bereiten können. Es ist einfach ein wundervolles Gefühl durch einen leichten Frühlingsregen zu spazieren, den Duft des frisch gefallenen in der Nase zu haben und alle Dinge einfach so sein zu lassen, wie sie gerade sind, ohne Sorgen. Es ist wundervoll zum Geräusch der an das Fenster prasselnden Regentropfen einschlafen zu wollen. Es ist sogar wundervoll, wenn man klatschnass nach Hause kommt und die Beine hochlegt... Dies sind Momente in denen man aus allen Poren spürt das man lebt... Doch die Menschen mögen das Leben nicht... und darum verteufeln sie den Regen...
10.9.07 21:13


Fair to Midland - Fables From A Mayfly

 

Fair to Midland - Fables from a Mayfly

 

Viel ist passiert in den letzten Wochen (nichts was hierhergehören würde) und rein musikalisch versuche ich mir ein neues Gebiet zu erschliessen. Bevor ich aber damit angefangen habe, erhielt ich eine wunderliche Droge mit dem Namen Fair to Midland. Ich erwartete nicht viel, selbst bei einem so sperrigen Albumnamen wie "Fables From a Mayfly: What I Tell You Three Times Is True", als ich sie mir zum ersten Mal zu Gemüte führte. "Mhm, Rock also, ist ja nichts neues. Mhm, Sänger mit hoher Stimme, auch oft genug gehört". Dann schmetterte der Refrain mit einer enormen Kraft auf mich los, wobei Mr. Sudderth noch deutlich höhere Tonlagen erreichte. Und das setzte sich weiterhin fort. Unglaubliche Melodien und eine wundervolle Stimmigkeit innerhalb des dargebotenen Liedgutes. Refrains wie von dem Song "A Wolf Descends Upon The Spanish Sahara" geisterten mir noch tagelang als guter Ohrwurm durch den Kopf.

Ich persönlich kann das laufen lassen... und laufen lassen... und laufen lassen, ohne Unterlass und es wird nicht langweilig, was selten ist. Vielleicht nicht gerade Musik für Jedermann, aber wer auf (Indie-)Rock steht sollte sich mal reinhören. Schade, das die 2 Vorgängeralben wirklich von extrem mäßig bis extrem grottig rangierten, aber ich bin froh über die reichlich positive Veränderung und hoffe einfach mal darauf, das sie das Niveau halten können.

 

Tracklist:

1Dance of the Manatee4:11
2Kyla Cries Cologne4:01
3Vice / Versa3:55
4Wife, the Kids, and the White Picket Fence3:29
5April Fools and Eggmen4:44
6Seafarer's Knot4:11
7Wolf Descends Upon the Spanish Sahara4:13
8Walls of Jericho3:46
9Tall Tales Taste Liek Sour Grapes4:02
10Upgrade^Brigade5:17
11(When the Bough Breaks) Say When5:52

 

7.9.07 00:16


Vorstellung

Mein Name ist nicht wichtig. Wenn Sie mich irgendwie nennen wollen, dann nennen Sie mich "Mundilfari". Es mag ein Name sein, den ich mir selbst gab und doch ist es ein Name der mir wichtig ist. Kaum jemand der wirklich etwas von mir hält, nennt mich noch bei meinem echten Namen. Also bleibt es dabei: Nennen Sie mich Mundilfari.

Ich wurde am 06.02.1986 an einem kältesten Tage des Winters in Halle/Saale geboren. Auch der Rest meines Werdeganges hat keine direkte Bedeutung. Das wichtigste, was sie über mich wissen sollten, ist folgendes: Ich bin süchtig. Süchtig nach einer Sache die sie vermutlich so lapidar wahrnehmen wie andere Leute atmen. Sie machen sich vermutlich keinen großen Kopf um die Sache, die Sie da vernehmen, aber ich mache es. Ich bin musiksüchtig. Jede Note eines Liedes hämmert sich mir ins Hirn, sie löst Gefühle aus, lässt mich abgleiten, eben so wie es ein Heroin-Junky wohl tun muss. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich vergleiche meine Sucht nicht mit der eines ECHTEN Süchtigen, aber kann sie genauso ihre Probleme zu Tage tragen, wie jede andere Sucht auch. Nicht selten passierte es, das ich früh morgens meiner Tätigkeit nachgehen musste, aber das dringliche Gefühl hatte "eben dieses Album noch schnell zu Ende hören zu müssen". Doch dabei bleibt es meistens nicht. Oft erwische ich mich, wie ich 3 Uhr morgens dasitze und das gleiche Album immer und immer wieder abspiele bis ich mich irgendwann ZWINGEN muss ins Bett zu kommen. Und dennoch habe ich in meiner Sucht einen Vorteil. Ich beschränke mich nicht. Ich sehe es wie andere Menschen sich mit quasi-faschistischen Beschränkungen selbst viel vorenthalten. "Bevor ich mir Hip-Hop anhöre, hack' ich mir ein Bein ab" sagen die Einen. "Dieser ganze Metal-Scheiss ist doch primitiv" sagen die Anderen. Diesen Umstand habe ich überwunden. Ich kann mir ein Genre oder eine Band meistens nicht lange anhören ohne das es mich langweilt oder gar nervt. Ich brauche Abwechslung, aber mehr noch als die innermusikalische Abwechslung brauche ich die Musik an sich. Musik ist Leben! Musik ist MEIN Leben! Aber darüber werden Sie noch genug erfahren, keine Sorge...

"Seit ich Musik höre, weiß ich, daß ich unsterblich bin. Wieso? Musik ist die Sprache der Seele. Und die wird man nie müde."

Peter Hille (1854-1904), dt. Dichter

 

5.9.07 22:17





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